Kulturwelten Sommerakademie 2026

Musikverein Wien
6 - 11 July

Dozent:innen

Akiko Nakajima, Gesang

Die Karriere der japanischen Sopranistin Akiko Nakajima begann nach ihrem Sieg beim Australian Singing Competition 1991. Es folgten kurz darauf ihr Debüt an der Opera Australia in La clemenza di Tito unter Christopher Hogwood und ihr Europadebüt am Teatro di San Carlo di Napoli als Musetta in La Bohème. Unter den 57 Opernrollen, die sie sang, sind insbesondere Lucia, Amina (La sonnambula), Violetta, Anne (The Rakes Progress), Susanna, Norina, Adina, Sophie und Pamina zu nennen. Sie trat unter renommierten Dirigenten wie Seiji Ozawa, Herbert Blomstedt, Zubin Mehta und Andre Previn auf. Zu den Opernhäusern und Theatern, in denen sie auftrat, gehören die Wiener Volksoper, die Hamburgische Staatsoper, die Alte Oper Frankfurt, das New National Theatre Tokyo, das Théâtre des Champs-Élysées, die Suntory Hall, die Avery Fisher Hall, die Walt Disney Hall, das Wiener Konzerthaus, der Wiener Musikverein und die Wigmore Hall. Akiko Nakajimas erste Solo-CD, La Pastorella, wurde für die Liste der Deutschen Schallplattenkritik nominiert, und auf ihre zweite Solo-CD, Female Portraits, folgte Plaisir d’amour. Eine DVD-Aufzeichnung eines Live-Konzerts von Brittens „Ein Sommernachtstraum“ mit Seiji Ozawa wurde von NHK Enterprise dokumentiert, gefolgt von „Wien, du Stadt meiner Träume“, das vom Wiener Label Gramola im Musikverein aufgenommen wurde. Als Generaldirektorin der Noura Opera Foundation in Japan und Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst der Stadt Wien prägt Nakajima weiterhin die weltweite Opern- und Vokalkonzertszene nachhaltig.

Maria Woldrich, Gesang

Maria Woldrich wurde in Deutschland geboren und studierte Kirchenmusik, Klavier und Gesangspädagogik sowie Konzertgesang an der Hochschule für Kirchenmusik & Musikpädagogik in Regensburg, an der Musikhochschule in München und in Wien. Zu ihren Lehrern zählen Peter Wetzler, Schüler von Paul Lohmann, Franz Lukasovsky, Rotraud Hansmann, Walter Berry und Christina Baader. In Bayern unterrichtete sie Klavier bei den „Regensburger Domspatzen“ sowie Gesang und Klavier an der „Berufsfachschule für Musik“ in Niederbayern. Bei Norbert Faller in Wien absolvierte sie eine Ausbildung nach der Methode von Ilse Middendorf zur akademischen Atempädagogin. Neben Engagements an der Wiener Kammeroper, beim Wiener Rundfunkchor, beim Chor der Wiener Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen war sie auch als Solistin auf Tournee mit dem Wiener Young Opera sowie bei Konzerten in Österreich und im Ausland. Gleichzeitig unterrichtete sie Klavier und Gesang in Niederösterreich und Gesang an der Musikschule der Stadt Wien. Viele Jahre lang leitete sie die Abteilung „Junge Akademie“ (Förderung hochbegabter Musiker) für die Gesangsgruppe. Maria W. absolvierte zahlreiche Fortbildungen in Gesang und Gesangspädagogik sowie in Atem- und Körperarbeit an der Musikschule und privat (z. B. bei M. Klaushofer, J. Bauer-Huppmann, R. Braga-Postl, U. Schwabe, Y. Khomenko, G. Kahry, K. Hanser, C. Visca, D. Fally, S. Wienhausen, N. Turner, CVT mit T. Raich, Estill Voice mit C. Morini Level 1 und 2, Rabine-Methode mit S. Eisch, Atem-Tonus-Ton mit M. Höller-Zangenfeind, Alexander-Technik mit H. Anderson, Musikkinesiologie mit F. Karimi-Djafar-Zadeh, EFT mit M. Brüssing). Von 2017 bis 2023 hatte sie eine Lehrstelle für Unterrichtspraxis an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inne. Zahlreiche Schüler ihrer Gesangsklasse haben sehr erfolgreich an den Landes- und Bundeswettbewerben Prima la Musica teilgenommen. Viele Schüler studieren bereits an der Universität. M. Woldrich ist seit vielen Jahren Jurymitglied beim Prima la Musica-Wettbewerb. Seit November 2022 ist sie Vorstandsmitglied der EVTA-Austria und verantwortlich für Wien.

Elena Copons, Gesang

Eszter Haffner, Violine & Viola

Eszter Haffner ist eine der spannendsten und angesehensten Geigerinnen unserer Zeit. Seit über 30 Jahren begeistert sie das Publikum weltweit mit ihrem vollen Klang, ihrer herausragenden Musikalität und ihren sehr persönlichen Interpretationen. Sie arbeitet eng mit zahlreichen renommierten Dirigenten und Orchestern zusammen und ist auch als Bratschistin sehr gefragt, stets bereit, neue künstlerische Horizonte zu erkunden. Ihr soziales Engagement und ihr unermüdlicher Einsatz für die Künste in Österreich wurden 2021 mit dem „Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich” und 2024 mit der Goldenen Kulturmedaille der Niederösterreichischen Landesregierung gewürdigt. Im Jahr 2022 wurde Eszter zur Professorin für Violine an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) ernannt. Seit 2000 hat sie außerdem eine Professur an der Königlich Dänischen Musikakademie in Kopenhagen und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) inne. Sie ist Gastprofessorin am Royal College of Music London, an der Sibelius-Akademie Helsinki, an der Franz-Liszt-Akademie Budapest, an der Musikhochschule Oslo und an Konservatorien in Shanghai, Peking, Tianjin und Jerusalem (JMC). Durch ihre fachkundigen Lehrvideos auf der renommierten Plattform Tonebase Violin in den USA hat sie sich international einen Namen gemacht. Eszter war Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben, darunter: dem Spohr-Wettbewerb (Deutschland), dem Isang-Yun-Wettbewerb (Korea), Piccolo Magico Violin Competition (Italien), Andrea Postacchini Competition (Italien), Szymanowski- und Bacewicz-Wettbewerbe (Polen), LIVE Music Now Austria, Singapore Violin Competition, Brahms-Wettbewerb (Österreich), Dubai Olympia und Khachaturian-Wettbewerb. Sie ist künstlerische Leiterin des Serguei-Azizian-Wettbewerbs (Dänemark). Sie hat unzählige Meisterkurse an renommierten Institutionen gegeben, darunter an den berühmtesten Universitäten wie der NYU, der Jacobs School of Music in Bloomington, der Stanford University, der Yale University, der UCLA, der USC, der USCI, der Colburn School Los Angeles (USA) und der Geidai University (Tokio, Japan). Eszter spielt auf der Violine „ex Hamma Segelmann” von N. Bergonzi (1780), die ihr freundlicherweise von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wurde. Ihre Saiten werden großzügig von Jargar Strings und Thomastik-Infeld Wien gesponsert, ihre Bögen von Charles Shih. Ihre CD-Aufnahmen werden von NEIRO Productions, Wien, unterstützt. Ihre neueste Aufnahme – Mozart-Violinkonzerte mit den Salzburger Solisten – wird 2025 erscheinen. Sie ist außerdem als Beraterin und künstlerische Beraterin für Live Music Now Vienna (gegründet von Lord Yehudi Menuhin), EMIV Vienna, CIMS und Verão Clássico (Portugal) sowie für das Virtuoso Belcanto Festival in Lucca, Italien, tätig. Als Gründerin und künstlerische Leiterin des Serguei-Azizian-Wettbewerbs in Dänemark und Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Wettbewerben engagiert sie sich leidenschaftlich für die Förderung junger Talente aus aller Welt. Sie ist Mitglied der Fakultät des PE-Förderkreises der Studierenden (Mannheim, Deutschland) und Professorin an der Villa Musica (Mainz, Deutschland). Seit 2017 kuratiert sie außerdem das Kunst- und Kulturprogramm der österreichischen Botschaft in Kopenhagen. Eszter ist Mitglied sowohl der Haffner Strings als auch des Haffner Trios. Sie studierte bei Prof. Gerhard Schulz, Sándor Végh, Philippe Hirschhorn, Joseph Gingold, György Kurtág und Thomas Kakuska an den Musikakademien in Wien, Budapest, Bloomington und Utrecht. Ihr Solodebüt gab sie 1991 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins unter der Leitung von Karl Österreicher. Seitdem ist sie in vielen der weltweit führenden Konzertsälen aufgetreten und hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. Sie tritt regelmäßig bei Festivals rund um den Globus auf. Neben ihrem klassischen Repertoire widmet sich Eszter auch intensiv der Interpretation zeitgenössischer Musik. Viele Komponisten – darunter Alfred Huber, Peter Eötvös, Aleksey Igudesman und Volker David Kirchner – haben Werke speziell für sie komponiert.

Dominika Falger, Violine

Dominika Falger wurde in Krakau in eine musikalische Familie geboren und entdeckte im Alter von vier Jahren die Violine, wobei sie ihren ersten prägendem Unterricht von ihrem Vater erhielt. Mit zwölf Jahren begann sie bereits ihre Solokarriere, die sie in fast alle europäischen Länder sowie nach Amerika und in den Fernen Osten führte. Ihre umfassende musikalische Ausbildung verbindet die strenge polnische Violinschule mit der raffinierten Wiener Tradition. Sie studierte Konzertvioline an der Musikakademie in Posen bei den Professoren Jadwiga Kaliszewska und Marcin Baranowski und setzte ihre Ausbildung in Österreich an den Musikuniversitäten in Wien und Graz unter der Leitung von Edward Zienkowski, Yair Kless und Jan Pospichal fort. Ihr künstlerisches Profil vertiefte sie durch Studien in historischer Aufführungspraxis bei Ingomar Rainer und Hiro Kurosaki sowie durch Meisterkurse bei renommierten Virtuosen wie Herman Krebbers, Shmuel Ashkenasi und Norbert Brainin. Sie schloss ihr Studium in Konzertvioline und Instrumentalpädagogik mit dem Titel „Magistra artium” ab. Dominika Falgers Virtuosität wurde mit Preisen bei zahlreichen renommierten internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Zu ihren Auszeichnungen zählen Preise beim Zdzisław-Jahnke-Wettbewerb (Posen), beim Rodolfo-Lipizer-Wettbewerb (Gorizia), beim Pablo-Sarasate-Wettbewerb (Pamplona), dem Johannes-Brahms-Wettbewerb (Pörtschach), dem Karol-Lipiński- und Henryk-Wieniawski-Wettbewerb (Lublin), dem Karol-Szymanowski-Wettbewerb (Łódź) und dem Tadeusz-Wroński-Wettbewerb für Solovioline (Warschau). Als Solistin hat sie mit einer Vielzahl renommierter Orchester zusammengearbeitet, darunter die Wiener Symphoniker, das Taegu City Symphony Orchestra, das Baltic Philharmonic Orchestra Gdansk, die Poznan Philharmonic, das Slovak Chamber Orchestra, das Chamber Orchestra „Wratislavia” und die Lviv Virtuosi. Ihre künstlerische Arbeit ist durch aktive Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen dokumentiert, wobei ihr Repertoire von der Barockzeit bis zu den bedeutendsten Werken der klassischen, romantischen und zeitgenössischen Musik reicht. Seit 1999 ist Dominika Falger als zweite Konzertmeisterin der Wiener Symphoniker eine zentrale Figur in der Wiener Orchesterlandschaft. Seit 2017 widmet sie sich als Mitglied des Glière-Streichquartetts auch der Kammermusik. Parallel zu ihrer Karriere als Konzertmusikerin ist sie eine leidenschaftliche Pädagogin. Ihre Lehrtätigkeit begann sie von 1997 bis 2005 als Assistentin in der Klasse von Prof. Yair Kless an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Heute gibt sie ihr Fachwissen als Professorin an der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien (MUK) (seit 2011) weiter und unterrichtet außerdem an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und an den Musikschulen der Stadt Wien. Ihr Engagement für den Nachwuchs erstreckt sich auch auf die Tätigkeit als Dozentin bei verschiedenen Meisterkursen und als Jurymitglied bei internationalen Violinwettbewerben.

Yair Kless, Violine

Der in Israel geborene Yair Kless begann schon in jungen Jahren mit dem Violinspiel. Er absolvierte die Tel Aviv Music Academy unter der Leitung von Israel Amidan. Nach einer Empfehlung von Nathan Milstein zog Yair nach Brüssel, um bei Prof. Andre Gertler am Königlichen Konservatorium und der Chapelle-Musicale Reine-Elizabeth zu studieren, wo er sowohl im Instrumental- als auch im Kammermusikbereich mit höchster Auszeichnung abschloss. Yair wurde schnell zu einem bekannten Solisten und Kammermusiker. Sein umfangreiches Repertoire reicht von Barock bis Moderne und umfasst auch Uraufführungen von Werken, von denen einige speziell für ihn geschrieben oder ihm gewidmet wurden. Yair war einer der Gründer und erster Geiger des Sol-La-Re-Streichquartetts, das unter anderem wichtige Werke israelischer Komponisten einspielte. Er war Mitglied der „Israeli Baroque Players“, die ausgiebig um die Welt tourten und unter anderem an den renommierten Salzburger Festspielen teilnahmen. Zu weiteren Ensembles und Gruppen gehören das „Tel-Aviv Piano Quartet“, das in den USA ansässige „New Art Trio“, das Modus Trio, das Modus Ensemble sowie zahlreiche internationale Projekte und Festivals. Er genießt die Zusammenarbeit mit seinem Sohn Eyal im Duo-Violinen-Repertoire. Yair hat den Großteil des Sonatenrepertoires aufgeführt und dabei mit herausragenden musikalischen Partnern wie Nadia Reisenberg, Pnina Salzman, Shoshana Rudiakov, Arie Vardi, Victor Derevianko, Frank Wibout, Victor Yampolski und Pascal Sigrist zusammengearbeitet. Neben seinen kammermusikalischen Aktivitäten verfolgt Yair eine Karriere als Solist und hat mehr als 30 Violinkonzerte in seinem Repertoire. Als einer der bedeutendsten Lehrer der Welt haben viele von Yairs Schülern eine erfolgreiche Solo- und Kammermusikkarriere erreicht, Preise bei Wettbewerben gewonnen und wichtige Lehr- und Aufführungspositionen inne.

Annelie Gahl, Violine

Annelie Gahl studierte bei Paul Roczek, Harald Herzl und Ernst Kovacic an der Universität Mozarteum und an der Wiener Musikhochschule, weiters postgraduate bei Herman Krebbers in Amsterdam und Shmuel Ashkenasi an der Northern Illinois University. Künstlerisch prägend wurden für sie zudem ihre Zusammenarbeit mit Sandor Vegh und Nikolaus Harnoncourt, in deren Orchester Camerata Salzburg und Concentus musicus Annelie Gahl seit vielen Jahren zum Stammspielerkreis zählt.
Zudem maßgeblich für ihre vielseitige und lebendige Tätigkeit ist die Hinwendung zur Neuen Musik. Dies sowohl als regelmässiger Gast im Klangforum Wien, als auch als Solistin. Ihre kreativen Programme, vielfach in Zusammenhang mit Literatur, Tanz und bildender Kunst brachten sie auf Festivals, wie Wien Modern, Salzburger Festspiele, Salzburg Biennale, Osterfestival Hall, Styriarte, Ulrichsberger Kaleidophon, Festival Imago Dei, in die Philharmonie Luxemburg, uva.
Internationale Anerkennung erlangte sie durch ihre Solo Einspielungen, erschienen bei Extraplatte, collegno und Kairos, auf denen sie Alte und Neue Musik verknüpft. So wurde ihre Cage Einspielung gemeinsam mit dem Komponisten Klaus Lang, umgehend mit dem Pasticcio Preis des ORF ausgezeichnet, vom deutschen Rondo Magazin als die „wohl schönste seit vielen Jahren“ bezeichnet, das Strad Magazin schwärmte von einem „auspicious and exciting Solo Debut“, und die Salzburger Nachrichten attestierten ihr „famos fokussierte Geigenkunst“.
Annelie Gahl ist Trägerin des Anton Bruckner Preises, sowie des Paula Boleszny Preises. Als Solistin interpretierte sie mit der Camerata Salzburg, der Salzburger Kammerphilharmonie, sowie der Sinfonietta Danubia Werke von Ludvig van Beethoven, Antonio Vivaldi und Steve Reich. Als Kammermusikerin musizierte sie unter anderem mit Benjamin Schmid, Ivry Gitlis, Lukas und Veronika Hagen, dem Hyperion Ensemble, sowie Mitgliedern des Klangforum Wien und der Camerata Salzburg.
Einen wichtigen Schwerpunkt bildet für sie seit 2000 das Unterrichten an der Universität Mozarteum, wo sie seit ihrer Habilitierung im Jahr 2017 eine Violinklasse leitet. Meisterkurse und Ensemblecoaching in Österreich, Israel, Deutschland, Moskau und China ergänzen diese Tätigkeit.

Wladislaw Winokurow, Violine

Wladislaw Winokurow wurde in Kiew in eine bedeutende Musikerfamilie hineingeboren und tauchte schon in jungen Jahren in die Welt der Musik ein. Seine künstlerische Laufbahn begann im Alter von fünf Jahren unter der Anleitung seines Vaters und führte ihn schnell an die renommierte Spezialmusikschule für begabte Kinder. Dort erhielt er, eingebettet in die strenge Tradition der Kiewer Violinschule, eine intensive Ausbildung bei Alexander Panov, Avanes Buludian und Isaak Kushnir. Bereits im Alter von zehn Jahren stellte Winokurow sein frühreifes Talent bei Solodebüts mit dem Kiewer Kammerorchester unter Beweis – ein Vorspiel für seinen Umzug nach Österreich im Jahr 1992, der seine künstlerische Identität entscheidend prägen sollte. In Wien, der Hauptstadt der klassischen Musik, gelang es Winokurow, die technische Virtuosität seiner östlichen Wurzeln mit der stilistischen Eleganz der Wiener Tradition zu verbinden. Er verfeinerte sein Handwerk an der Wiener Musikhochschule und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Anleitung renommierter Mentoren wie Eugenia Polatschek, Gernot Winischhofer und dem legendären Boris Kuschnir. Seine musikalische Persönlichkeit wurde durch Meisterkurse bei Violinen-Größen wie Abraham Stern, Zakhar Bron und Viktor Tretyakov weiter geprägt, wodurch er tiefe Einblicke in das große Violinenrepertoire gewann. Als Gründer und Primarius des Glière String Quartetts hat sich Winokurow eine bedeutende internationale Präsenz in der Welt der Kammermusik erarbeitet. Nach dem triumphalen 1. Preis beim 8. Internationalen Beethoven-Wettbewerb 2012 trat das Ensemble auf renommierten Bühnen weltweit auf, vom Goldenen Saal des Wiener Musikvereins bis hin zu berühmten Festivals wie dem Nikodemowicz-Festival, dem „Opus Magnum”-Festival und dem Harmonie Starego Miasta in Polen. Während das Repertoire des Quartetts von der frühen Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Avantgarde reicht, hat Winokurow einen wesentlichen Teil seiner künstlerischen Mission der Wiederentdeckung und Interpretation des slawischen Repertoires gewidmet. Er ist besonders bekannt für sein Engagement für ukrainische und sowjetische Komponisten wie Borodin, Myaskovsky, Schostakowitsch und den Namensgeber des Ensembles, Reinhold Glière. Seit 2020 sind aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Label DUX hochgelobte Aufnahmeserien hervorgegangen, darunter die Streichquartette von R. Glière neben Meisterwerken von Bruckner, Mendelssohn und Ravel, die für ihre Ausdruckskraft und klangliche Raffinesse gelobt wurden. Über die Konzertbühne hinaus ist Wladislaw Winokurow ein angesehener Pädagoge, der sich der Förderung der nächsten Generation von Violinisten verschrieben hat. Seit 2018 hat Wladislaw Winokurow eine Lehrstelle an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) inne. Sein pädagogischer Ansatz, der sich auf die Entwicklung einer ausgeprägten künstlerischen Persönlichkeit konzentriert, zeigt sich in den außergewöhnlichen Erfolgen seiner Schüler, die über 60 Siege bei nationalen und internationalen Wettbewerben vorweisen können. Als gefragter Mentor leitet er regelmäßig Meisterkurse in ganz Europa und gibt sein Fachwissen an der Kulturwelten Sommerakademie (Wien), dem European Music Institute Vienna, den Austrian Master Classes (Salzburg) und der Wieniawski Society in Lublin weiter. Darüber hinaus ist er ein angesehenes Jurymitglied bei renommierten Wettbewerben wie dem Bundeswettbewerb Prima la Musica in Österreich, dem Vasa Prihoda und den Kocian-Violinwettbewerben in der Tschechischen Republik.

Regina Brandstätter, Violine

Regina Brandstätter stammt aus Graz und hat an der damaligen Musikhochschule Wien Konzertfach Violine studiert. Sie ist als Solistin und Kammermusikerin in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland zu hören gewesen. Auftritte als Solistin mit dem Tonkünstler Orchester, mit dem Bruckner Orchester Linz, dem Orchestre National des Pays de la Loire waren besonders schöne Stationen im künstlerischen Leben. Die CD Solo for two Violins, gemeinsam mit Raimund Lissy, Tobias Lea und Cordelia Höfer-Teutsch wurde 2009 mit dem Ö1- ORF Pasticcio Preis ausgezeichnet. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit als Musikerin lag aber in der Arbeit mit jungen, hochbegabten Talenten. Seit 1996 lehrt sie an der Kunstuniversität Graz/ Institut Oberschützen und leitet eine Ausbildungsklasse für den Nachwuchs. 2012 wurde ihr die Venia Docendi nach ihrer Habilitation verliehen, seit dem lehrt sie als a.o Universitätsprofessorin der Kunstuniversität. Viele ihrer Studierenden sind mehrfache internationale Preisträger, spielen bereits in renommierten Orchestern wie dem Bruckner Orchester Linz, im Orchester der Wiener Philharmoniker oder sind als internationale Solisten erfolgreich tätig.

Andrei Kalisch, Violine

Andrei Kalisch ist Leiter der Violinklasse an der Margareten Musikschule in Wien. Seit 2005 ist er intensiv in der Lehre tätig. Seine Schüler haben sich als Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe wie dem Kocian-Violinwettbewerb (Tschechische Republik), dem Internationalen Grumiaux-Violinwettbewerb (Belgien) und dem Leonid-Kogan-Violinwettbewerb (Belgien) einen Namen gemacht. Er ist außerdem Direktor der Jehuda Halevi Musikschule in Wien. Gewinner von Solo- und Kammermusikwettbewerben. Soloauftritte mit dem Alma-Ata Philharmonic Orchestra, Konzerte als Solist und Kammermusiker in vielen europäischen Ländern sowie in Japan, China, Südkorea, Brasilien und Kolumbien. CD- und Fernsehaufnahmen. Andrei Kalisch wurde in Alma-Ata, Kasachstan, geboren. Zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn nahm er Unterricht bei seinem Großvater. Er war Schüler von J. Lesman (Assistent von L. Auer) und E. Antopolski (Schüler von J. Thibaud). Später studierte er an der Musikhochschule und am Konservatorium in Alma-Ata bei Professor S. Abdusadikova (Schüler von M. Garlitsky und A. Markov) und Professor D. Kaseinov (Schüler von I. Bezrodny) sowie am Bruckner-Konservatorium in Linz bei Professor Arkadij Winokurow.

Stanislaw Tichonow, Klavier

Prof. Dr. Tichonow erhielt seine professionelle Ausbildung am Staatlichen Konservatorium „M. I. Glinka“ in Nowosibirsk in Russland (M.A. in Klavierperformance bei L. Slonim) und am Staatlichen Konservatorium „P. l .Tschaikowsky“ in Moskau (D.M.A. in Klavierperformance bei R. Kehrer und PhD. in Musikwissenschaft bei M. Smirnov).
S. Tichonow ist ein Vertreter der Tradition von Theodor Leschetizky. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten zählen mehr als 40 Fachartikel, die in russischen, amerikanischen und österreichischen musikwissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden, sowie das Buch „Leschetizky und sein Wiener Kreis“ (Wien, 2001). Neben seiner Karriere als Pianist und Musikwissenschaftler ist Prof. Tichonow derzeit Professor an der Klavierfakultät der Joseph Haydn Privathochschule in Eisenstadt, Österreich; zuvor war er am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und am Konservatorium in Wien (heute MUK) tätig. Er trat intensiv als Solist und Begleiter auf, spielte Kammermusik als Gründer seines eigenen Leschetizky-Trios in Wien, hält Vorträge und gibt Meisterkurse in ganz Europa, den USA (Yale Summer School of Music) und im Fernen Osten. Seine Schüler haben mehr als 100 Preise bei internationalen Wettbewerben in Deutschland, Italien, Schweden, Frankreich, Georgien, Finnland, Portugal, den USA, Bulgarien, der Türkei, dem Iran, Spanien, der Tschechischen Republik, Russland und Österreich gewonnen.

Paul Gulda, Klavier

Geboren 1961 in Wien, Österreich. Vater Friedrich Gulda, Pianist/Komponist. Mutter Paola Loew, Schauspielerin. Erste Auftritte in der Kammermusik 1979, seit 1982 internationale Konzerttätigkeit (Hagen Quartett, Heinrich Schiff), als Duo-Pianist mit Roland Batik. Als Solist mit dem Wiener Philharmonischen Orchester/Mehta, den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig/Masur, den Moskauer Philharmonikern/Fedossejew. Umfangreiche Erfahrung als Komponist, Dirigent, Improvisator; Zusammenarbeit mit (Folk-)Musikern unterschiedlicher Herkunft, mit Schauspielern, Autoren und Malern. Er interessiert sich leidenschaftlich für Klang und Stil und spielt außerdem Hammerklavier, Cembalo, Clavichord und Orgel. Seit 2018 bilden Aufführungen von Bachs WTC I das Rückgrat seiner Arbeit. Etwa 30 CDs in verschiedenen Bereichen. Als Mentor und Lehrer sehr gefragt, zeichnen sich seine Schüler dadurch aus, dass sie ihren ganz eigenen Weg finden. Derzeit hat er eine Lehrstelle an der Friedrich Gulda Musikschule Wien inne. Seine Kompositionen konzentrieren sich hauptsächlich auf die menschliche Stimme und den dramatischen Kontext. Politischer Aktivismus. (REFUGIUS Rechnitz). Verschiedene Essays und Veröffentlichungen in Programmen, Zeitungen, Medien.

Vladimir Kharin, Klavier

Vladimir Kharin ist bekannt als erfolgreicher Pianist und Lehrer. Seine musikalische Ausbildung begann an der Zentralen Musikschule für begabte Kinder in Moskau. Vladimir Kharin studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Evgeny Malinin und Lev Naumov, beides Vertreter der berühmten Neuhaus-Klavierschule. 1998 erhielt der Pianist ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), das ihm ermöglichte, sein Studium bei Michael Roll und Boris Bloch an der Folkwang Universität der Künste in Essen fortzusetzen. Vladimir Kharin bestand sowohl seine künstlerische Abschlussprüfung als auch seine Konzertprüfung mit Auszeichnung. Als Preisträger internationaler Wettbewerbe wurde Kharin zu zahlreichen Solo- und Kammermusikabenden sowie Konzerten mit Orchester eingeladen. Er hat mehrere Konzerte beim Klavierfestival Ruhr gegeben. Vladimir Kharin hat mehrere CDs aufgenommen, unter anderem in Zusammenarbeit mit Jonathan Darlington. Der Pianist widmet sich mit besonderer Leidenschaft der Förderung junger Talente.

Jeremias Fliedl, Violoncello

„Im Schumann Konzert zeigte Fliedl ein echtes Gespür für die ‚Storyline‘ und scheute sich nicht, über einen schönen Klang hinauszugehen, wenn die Musik es verlangte, während er sich zwischen ergreifenden Pianissimi und Momenten leidenschaftlichen Wahnsinns bewegte.“ – Pauline Harding,

The Strad (25.07.2022)

„Er ist jemand, der es versteht, das Cello singen zu lassen, der die melodischen Bögen der Musik voll auskostet, ihnen Zeit zur Entfaltung gibt.“ – Holger Sambale, Klassik Heute (11.03.2024). Jeremias Fliedl ist einer der führenden österreichischen Cellisten. Er gastierte bei renommierten Festivals und in bedeutenden Spielstätten, darunter die Salzburger Festspiele, die Mozartwoche Salzburg, die Schubertiade Hohenems, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, der Carinthische Sommer, das Südtirol Festival Merano, CLASSIX Kempten, die Musiktage Mondsee, das Vevey Spring Classic Festival, das Internationale Kammermusikfestival Utrecht, das Grachtenfestival Amsterdam, das Viotti Festival, das Lake District Summer Music Festival, die Salzkammergut Festwochen Gmunden, das Festival Sankt Gallen, der Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, das Palais des Beaux-Arts Brüssel, das Konzerthaus Dortmund und die Laeiszhalle Hamburg. Als Kammermusiker trat er u. a. mit Petrit Çeku, Veronika Eberle, Karen Gomyo, Ariane Haering, Ziyu He, Maximilian Kromer, Matthew Lipman, Gerhard Marschner, Callum McLachlan, Nikola Meeuwsen, Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Benedict Mitterbauer, Julian Rachlin, Timothy Ridout, Linus Roth, Benjamin Schmid, dem Simply Quartet, Emmanuel Tjeknavorian, Kiron Atom Tellian, Dimitry Udovichenko und Dominik Wagner auf. Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie den Brüsseler Philharmonikern, dem Orchestra Sinfonica di Milano, den Bremer Philharmonikern, dem Thessaloniki State Symphony Orchestra, dem Danish Chamber Orchestra, dem Königlich-Wallonischen Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Münchener Kammerorchester, den Salzburger Orchester Solisten, den Zagreber Solisten, dem Zagreb Chamber Orchestra, der Beethoven Philharmonie, dem Matrix Orchestra, dem Changsha Symphony Orchestra, dem Kärntner Sinfonieorchester, der Academia Ars Musicae, der Österreichisch-Koreanischen Philharmonie, der Euro Symphony SFK, dem Sinfonieorchester der Philharmonie Olsztyn und dem Kaunas City Symphony Orchestra. Er arbeitete mit Dirigenten wie Stéphane Denève, Ádám Fischer, Martin Haselböck, Thomas Sanderling, Case Scaglione und wird kommende Saison erstmals mit Joji Hattori, Thomas Guggeis und Przemysław Neumann auftreten. Jeremias Fliedl wird mit dem Orchestra della Toscana, mit dem Wiener KammerOrchester, mit dem Orchestre National de Lyon wie auch mit dem Sinfonieorchester der Philharmonie Szczecin Orchestra debütieren. 2024 erschien sein Debüt-Album „TRANSFORMATION“, das bei der Fachwelt großen Anklang fand: „ein prächtiges Fest von Cello-Timbres“ (BBC Music Magazine), „fulminant“ (Die Presse), „technisch brillant und mit erstaunlicher musikalischer Reife“ (Concerti), “mitreißend” (Salzburger Nachrichten), „beseelte Expressivität, herrliches Legato“ (Klassik Heute). Das Album wurde mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Emmanuel Tjeknavorian aufgenommen und erschien beim Label Berlin Classics. 1999 in Klagenfurt geboren, wurde Jeremias Fliedl nach der Grundausbildung bei Igor Mitrovic in seiner musikalischen Entwicklung wesentlich von Heinrich Schiff als dessen letzter Student an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien geprägt. Er absolvierte sein Bachelorstudium bei Clemens Hagen an der Universität Mozarteum Salzburg und schloss sein Masterstudium bei Julian Steckel an der Hochschule für Musik und Theater München ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er von Daniel Müller-Schott und Michael Sanderling. Er ist Preisträger des Liezen Wettbewerbs, des Svirél Wettbewerbs, des Antonio Janigro Wettbewerbs und zudem als erster österreichischer Cellist Preisträger des Queen Elisabeth Wettbewerbs. Jeremias Fliedl spielt das „ex Gendron, Lord Speyer“, ein Violoncello von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1693, das ihm privat zur Verfügung gestellt wird.

Konstantin Zelenin, Violoncello

Konstantin Zelenin wurde 1983 in Minsk geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violoncellounterricht. Er schloss sein Studium „mit Auszeichnung“ am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Prof. Natalia Schakhovskaya sowie an der Musikakademie in Minsk bei Prof. Vladimir Perlin ab, wo ihm der akademische Grad „Magister Artium“ verliehen wurde. Ab 2009 setzte er sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Klasse von Univ.-Prof. Mag. Stefan Kropfitsch fort. 2015 schloss er sein Masterstudium „mit Auszeichnung“ bei Prof. Natalia Gutman an der MUK Privatuniversität Wien ab. Zelenin ist dreifacher Stipendiat der „Special Foundation by the President of the Republic of Belarus for Talented Youth“ und Gewinner des „Grand Prix“ beim Wettbewerb „Arts of XXI Century“ in Kiew. Er hat bei zahlreichen internationalen Violoncello-Wettbewerben verschiedene Preise gewonnen, darunter der „Grodno Streicher Wettbewerb“ (Weißrussland, 2000), der „E. Koka Wettbewerb“ (Kishiney, Moldawien, 2003), der „M. Elsky Wettbewerb“ (Minsk, Weißrussland, 2003 und 2008), der „K. Davidov Wettbewerb“ (Kuldiga, Lettland, 2004), der „Liezen Cello Wettbewerb“ (Liezen, Österreich, 2010), der „Beethoven Streichquartett Wettbewerb“ (St. Pölten, Österreich) und die „Eugen Isaye International Competition“ (Lüttich, Belgien). Zelenin ist Gründungsmitglied des Auner Quartetts, das seinen eigenen kammermusikalischen Zyklus im Alten Wiener Rathaus ins Leben rief. Unterstützt wird das Quartett unter anderem von „Radio Klassik“, „Die Presse“, der „Bank Austria“, „Radio Stephansdom“ und Musikhaus Laimer. Das Auner Quartett trat in renommierten Konzerthäusern wie dem Wiener Konzerthaus und dem Wiener Musikverein auf und veranstaltet seit 2015 einen eigenen Kammermusik-Zyklus in Wien. Das Quartett konzertiert sowohl in Österreich als auch international. Als Solist und Kammermusiker konzertierte Konstantin Zelenin in Europa, Amerika und Asien. Er spielte mit renommierten Orchestern wie dem Weißrussischen Nationalsinfonieorchester, dem Nationalkammerorchester, dem Weißrussischen Rundfunksinfonieorchester, dem Symphonieorchester Brest, dem Symphonieorchester Gomel und dem Riga Philharmonic Symphony Orchestra. Seine Konzerttätigkeit ist durch zahlreiche Fernseh- und Rundfunkaufnahmen in Weißrussland und Österreich dokumentiert. Zelenin hat mehrere erfolgreiche CD-Aufnahmen vorzuweisen. Besonders hervorzuheben ist seine Einspielung des Mozart-Klarinettenquintetts, das von „Radio Klassik“ als „CD des Monats“ ausgezeichnet wurde. Zudem wurde eine Produktion von Werken der Komponistin Johanna Doderer von Ö1 als „CD der Woche“ geehrt. Eine weitere Aufnahme mit Werken österreichischer Komponisten des 20. Jahrhunderts wurde 2022 von Radio Ö1 als „CD des Jahres“ ausgezeichnet. Vor seiner Übersiedlung nach Wien in den Jahren 2008 und 2009 unterrichtete Zelenin an der Weißrussischen Akademie für Musik, am Musikalischen Gymnasium sowie an der staatlichen Musikschule in Minsk, wo er als Dozent für Violoncello und Kammermusik tätig war und als Assistent von Prof. Perlin arbeitete. Von 2016 bis 2021 lehrte er an verschiedenen privaten Konservatorien in Wien. Seit 2021 ist Konstantin Zelenin als Lehrer an der Friedrich Gulda School of Music (Jam Music Lab Privatuniversität) in Wien tätig.

Ivan Kitanović, Kontrabass


Ivan Kitanović wurde 1976 in Kruševac (heute Serbien) geboren. Seine große Liebe zur Musik zeigte sich schon früh: Er brachte sich selbst das Gitarre- und Akkordeonspielen bei, bevor sein großes musikalisches Talent entdeckt wurde und er in das renommierte Musikinternat in Ćuprija aufgenommen wurde. Dort zeigte sich bald seine herausragende Begabung für den Kontrabass, und er erzielte in kürzester Zeit große Erfolge auf diesem Instrument: Er gewann den ersten Preis bei fünf nationalen und internationalen Wettbewerben, gefolgt von zahlreichen Soloauftritten mit Orchester, Live-Übertragungen und Porträts in Fernsehen und Radio. Unmittelbar nach seinem Abschluss an der Musikinternatsschule Ćuprija mit der bisher höchsten Auszeichnung wurde er Solobassist bei den Belgrade Strings und studierte gleichzeitig an der Musikakademie Belgrad. Ab 2000 setzte er sein Studium bei Josef Niederhammer an der Universität für Musik in Wien fort, wo er bald an seine bisherigen Erfolge anknüpfen konnte: So wurde er beispielsweise als musikalischer Vertreter Europas für den hochgelobten Pausenfilm des weltweit ausgestrahlten Neujahrskonzerts 2003 ausgewählt und war Mitglied mehrerer Orchester (darunter das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper). Seit 2003 ist er 1. Solokontrabassist der Wiener Symphoniker. Ivan Kitanović widmet sich der Erweiterung des Kontrabass-Repertoires und nimmt auch bedeutende Werke der Celloliteratur in seine Konzerte auf. Dadurch gelingt es ihm, den Kontrabass als musikalisch vollwertiges, klanglich beeindruckendes Soloinstrument zu positionieren. Seine Liebe zur Kammermusik lebt er mit dem weltweit auftretenden Trio „Impossibile“ aus und wird regelmäßig von renommierten Ensembles (wie dem Hugo Wolf Quartett, dem EOS Quartett, dem Ensemble „die reihe“) eingeladen.

You cannot copy content of this page