Kulturwelten Sommerakademie 2026

Villa Liebenstein Bregenz
14. - 19. Juli

Dozenten

Dominika Falger, Violine

Dominika Falger wurde in Krakau in eine musikalische Familie geboren und entdeckte im Alter von vier Jahren die Violine, wobei sie ihren ersten prägendem Unterricht von ihrem Vater erhielt. Mit zwölf Jahren begann sie bereits ihre Solokarriere, die sie in fast alle europäischen Länder sowie nach Amerika und in den Fernen Osten führte. Ihre umfassende musikalische Ausbildung verbindet die strenge polnische Violinschule mit der raffinierten Wiener Tradition. Sie studierte Konzertvioline an der Musikakademie in Posen bei den Professoren Jadwiga Kaliszewska und Marcin Baranowski und setzte ihre Ausbildung in Österreich an den Musikuniversitäten in Wien und Graz unter der Leitung von Edward Zienkowski, Yair Kless und Jan Pospichal fort. Ihr künstlerisches Profil vertiefte sie durch Studien in historischer Aufführungspraxis bei Ingomar Rainer und Hiro Kurosaki sowie durch Meisterkurse bei renommierten Virtuosen wie Herman Krebbers, Shmuel Ashkenasi und Norbert Brainin. Sie schloss ihr Studium in Konzertvioline und Instrumentalpädagogik mit dem Titel „Magistra artium” ab. Dominika Falgers Virtuosität wurde mit Preisen bei zahlreichen renommierten internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Zu ihren Auszeichnungen zählen Preise beim Zdzisław-Jahnke-Wettbewerb (Posen), beim Rodolfo-Lipizer-Wettbewerb (Gorizia), beim Pablo-Sarasate-Wettbewerb (Pamplona), dem Johannes-Brahms-Wettbewerb (Pörtschach), dem Karol-Lipiński- und Henryk-Wieniawski-Wettbewerb (Lublin), dem Karol-Szymanowski-Wettbewerb (Łódź) und dem Tadeusz-Wroński-Wettbewerb für Solovioline (Warschau). Als Solistin hat sie mit einer Vielzahl renommierter Orchester zusammengearbeitet, darunter die Wiener Symphoniker, das Taegu City Symphony Orchestra, das Baltic Philharmonic Orchestra Gdansk, die Poznan Philharmonic, das Slovak Chamber Orchestra, das Chamber Orchestra „Wratislavia” und die Lviv Virtuosi. Ihre künstlerische Arbeit ist durch aktive Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen dokumentiert, wobei ihr Repertoire von der Barockzeit bis zu den bedeutendsten Werken der klassischen, romantischen und zeitgenössischen Musik reicht. Seit 1999 ist Dominika Falger als zweite Konzertmeisterin der Wiener Symphoniker eine zentrale Figur in der Wiener Orchesterlandschaft. Seit 2017 widmet sie sich als Mitglied des Glière-Streichquartetts auch der Kammermusik. Parallel zu ihrer Karriere als Konzertmusikerin ist sie eine leidenschaftliche Pädagogin. Ihre Lehrtätigkeit begann sie von 1997 bis 2005 als Assistentin in der Klasse von Prof. Yair Kless an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Heute gibt sie ihr Fachwissen als Professorin an der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien (MUK) (seit 2011) weiter und unterrichtet außerdem an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und an den Musikschulen der Stadt Wien. Ihr Engagement für den Nachwuchs erstreckt sich auch auf die Tätigkeit als Dozentin bei verschiedenen Meisterkursen und als Jurymitglied bei internationalen Violinwettbewerben.

Wladislaw Winokurow, Violine

Wladislaw Winokurow wurde in Kiew in eine bedeutende Musikerfamilie hineingeboren und tauchte schon in jungen Jahren in die Welt der Musik ein. Seine künstlerische Laufbahn begann im Alter von fünf Jahren unter der Anleitung seines Vaters und führte ihn schnell an die renommierte Spezialmusikschule für begabte Kinder. Dort erhielt er, eingebettet in die strenge Tradition der Kiewer Violinschule, eine intensive Ausbildung bei Alexander Panov, Avanes Buludian und Isaak Kushnir. Bereits im Alter von zehn Jahren stellte Winokurow sein frühreifes Talent bei Solodebüts mit dem Kiewer Kammerorchester unter Beweis – ein Vorspiel für seinen Umzug nach Österreich im Jahr 1992, der seine künstlerische Identität entscheidend prägen sollte. In Wien, der Hauptstadt der klassischen Musik, gelang es Winokurow, die technische Virtuosität seiner östlichen Wurzeln mit der stilistischen Eleganz der Wiener Tradition zu verbinden. Er verfeinerte sein Handwerk an der Wiener Musikhochschule und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Anleitung renommierter Mentoren wie Eugenia Polatschek, Gernot Winischhofer und dem legendären Boris Kuschnir. Seine musikalische Persönlichkeit wurde durch Meisterkurse bei Violinen-Größen wie Abraham Stern, Zakhar Bron und Viktor Tretyakov weiter geprägt, wodurch er tiefe Einblicke in das große Violinenrepertoire gewann. Als Gründer und Primarius des Glière String Quartetts hat sich Winokurow eine bedeutende internationale Präsenz in der Welt der Kammermusik erarbeitet. Nach dem triumphalen 1. Preis beim 8. Internationalen Beethoven-Wettbewerb 2012 trat das Ensemble auf renommierten Bühnen weltweit auf, vom Goldenen Saal des Wiener Musikvereins bis hin zu berühmten Festivals wie dem Nikodemowicz-Festival, dem „Opus Magnum”-Festival und dem Harmonie Starego Miasta in Polen. Während das Repertoire des Quartetts von der frühen Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Avantgarde reicht, hat Winokurow einen wesentlichen Teil seiner künstlerischen Mission der Wiederentdeckung und Interpretation des slawischen Repertoires gewidmet. Er ist besonders bekannt für sein Engagement für ukrainische und sowjetische Komponisten wie Borodin, Myaskovsky, Schostakowitsch und den Namensgeber des Ensembles, Reinhold Glière. Seit 2020 sind aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Label DUX hochgelobte Aufnahmeserien hervorgegangen, darunter die Streichquartette von R. Glière neben Meisterwerken von Bruckner, Mendelssohn und Ravel, die für ihre Ausdruckskraft und klangliche Raffinesse gelobt wurden. Über die Konzertbühne hinaus ist Wladislaw Winokurow ein angesehener Pädagoge, der sich der Förderung der nächsten Generation von Violinisten verschrieben hat. Seit 2018 hat Wladislaw Winokurow eine Lehrstelle an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) inne. Sein pädagogischer Ansatz, der sich auf die Entwicklung einer ausgeprägten künstlerischen Persönlichkeit konzentriert, zeigt sich in den außergewöhnlichen Erfolgen seiner Schüler, die über 60 Siege bei nationalen und internationalen Wettbewerben vorweisen können. Als gefragter Mentor leitet er regelmäßig Meisterkurse in ganz Europa und gibt sein Fachwissen an der Kulturwelten Sommerakademie (Wien), dem European Music Institute Vienna, den Austrian Master Classes (Salzburg) und der Wieniawski Society in Lublin weiter. Darüber hinaus ist er ein angesehenes Jurymitglied bei renommierten Wettbewerben wie dem Bundeswettbewerb Prima la Musica in Österreich, dem Vasa Prihoda und den Kocian-Violinwettbewerben in der Tschechischen Republik.

Natalia Binkowska, Viola

Natalia Binkowska ist eine in Warschau geborene Bratschistin, die seit vielen Jahren als Solistin und Kammermusikerin auf nationalen und internationalen Bühnen auftritt. Im Jahr 2009 schloss sie ihr Violinstudium in Polen mit Auszeichnung ab und wechselte an die Musikuniversität Wien. Im November 2015 schloss sie ihr Konzertstudium bei Prof. Wolfgang Klos ebenfalls mit Auszeichnung ab. Binkowska war Stipendiatin des Ministeriums für Kultur und Kunst in Polen und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in Österreich. Die Musikerin, die bereits mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen hat, erhielt weitere künstlerische Impulse unter der Leitung von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, unter anderem an der Orchesterakademie in Ossiach und am Attersee Institut Attergau, im Wiener Jugendorchester und in professionellen Orchestern wie dem Bruckner Orchester Linz, dem RSO, den Wiener Symphonikern und der Wiener Volksoper. Von 2017 bis 2019 war Binkowska stellvertretende Solobratschistin im Slowakischen Nationalphilharmonieorchester in Bratislava. Seit 2019 ist sie Bratschistin bei den Wiener Symphonikern. In der Saison 2020-21 übernahm sie die Position der 2. Solobratschistin. 2019. Die Kammermusik war schon immer ein besonders wichtiger Teil von Binkowskas musikalischem Leben. Sie tritt regelmäßig mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und der Wiener Symphoniker auf und ist Mitbegründerin des Auner Quartetts, in dem sie bis Ende 2017 aktiv war. Seit 2021 ist sie Bratschistin im Umia Quartett. Binkowska unterrichtet seit mehreren Jahren Viola und Kammermusik. Bis Sommer 2020 leitete sie eine eigene Klasse am Prayner Konservatorium in Wien und kann auf viele Erfolge in der Lehre zurückblicken; viele ihrer ehemaligen Schüler studieren an renommierten Musikhochschulen in Österreich. Binkowska ist externe Jurorin für die Praxisprüfung an der Musik- und Kunsthochschule der Stadt Wien und Bratschenlehrerin des Wiener Jeunesse Orchesters. Seit Oktober 2021 unterrichtet sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Christoph Stradner, Violoncello

Christoph Stradner wurde 1970 in Wien geboren und erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht im Alter von sechs Jahren bei Frieda Litschauer. Anschließend studierte er bei Wolfgang Herzer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Ein Stipendium der Alban Berg Stiftung in Wien ermöglichte ihm ein Studium bei William Pleeth in London. Stradner, der zuvor Solocellist des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich und zeitweise Solocellist der Camerata Salzburg war, ist seit 2004 Solocellist der Wiener Symphoniker. Außerdem unterrichtet er an der Privatuniversität Konservatorium Wien. Als Solist trat Stradner mit dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Wiener Kammerorchester und dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich auf. Auftritte bei Festivals wie dem Carinthischen Sommer, den Bregenzer Festspielen und dem Wiener Musiksommer sowie eine rege Kammermusiktätigkeit runden sein Profil ab. Stradner gewann 1991 den ersten Preis beim österreichischen Wettbewerb „Jugend Musiziert“ und 1993 den ersten Preis beim „Concurso Internacional de Violonchelo“ in Murcia/Spanien. Stradner spielt ein Violoncello von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1680.

Ivan Kitanović, Kontrabass

Ivan Kitanović wurde 1976 in Kruševac (heute Serbien) geboren. Seine große Liebe zur Musik zeigte sich schon früh: Er brachte sich selbst das Gitarre- und Akkordeonspielen bei, bevor sein großes musikalisches Talent entdeckt wurde und er in das renommierte Musikinternat in Ćuprija aufgenommen wurde. Dort zeigte sich bald seine herausragende Begabung für den Kontrabass, und er erzielte in kürzester Zeit große Erfolge auf diesem Instrument: Er gewann den ersten Preis bei fünf nationalen und internationalen Wettbewerben, gefolgt von zahlreichen Soloauftritten mit Orchester, Live-Übertragungen und Porträts in Fernsehen und Radio. Unmittelbar nach seinem Abschluss an der Musikinternatsschule Ćuprija mit der bisher höchsten Auszeichnung wurde er Solobassist bei den Belgrade Strings und studierte gleichzeitig an der Musikakademie Belgrad. Ab 2000 setzte er sein Studium bei Josef Niederhammer an der Universität für Musik in Wien fort, wo er bald an seine bisherigen Erfolge anknüpfen konnte: So wurde er beispielsweise als musikalischer Vertreter Europas für den hochgelobten Pausenfilm des weltweit ausgestrahlten Neujahrskonzerts 2003 ausgewählt und war Mitglied mehrerer Orchester (darunter das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper). Seit 2003 ist er 1. Solokontrabassist der Wiener Symphoniker. Ivan Kitanović widmet sich der Erweiterung des Kontrabass-Repertoires und nimmt auch bedeutende Werke der Celloliteratur in seine Konzerte auf. Dadurch gelingt es ihm, den Kontrabass als musikalisch vollwertiges, klanglich beeindruckendes Soloinstrument zu positionieren. Seine Liebe zur Kammermusik lebt er mit dem weltweit auftretenden Trio „Impossibile“ aus und wird regelmäßig von renommierten Ensembles (wie dem Hugo Wolf Quartett, dem EOS Quartett, dem Ensemble „die reihe“) eingeladen.

Martin Edelmann, Kammermusik

Martin Edelmann, geboren 1969 in Bretten/Deutschland, erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Nach seinem Studium bei Prof. Maria Grevesmühl an der Hochschule für Musik und Kunst in Bremen ging Martin Edelmann nach Wien, um bei Prof. Gerhart Hetzel und später bei Prof. Edward Zienkowski zu studieren. 1993 wechselte er zur Bratsche und trat in die Klasse von Prof. Siegfried Führlinger ein. Neben seinem Studium erhielt er künstlerische Impulse in Meisterkursen bei Felix Andriewsky, Sachar Bron, Max Rostal, Igor Ozim und später bei Kim Kashkashian und Barbara Westphal. Martin Edelmann spielte bereits während seines Studiums als Aushilfe an der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern. 1994 war er Mitbegründer des „Hugo Wolf Quartetts“, in dem er fünf Jahre lang als Bratschist spielte. Mit diesem Ensemble wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Streichquartette in Cremona, erster Preis beim nationalen Wettbewerb „Gradus ad Parnassum” und Preis für das beste Streichquartett beim 45. Internationalen G. B. Viotti-Wettbewerb für Kammermusik in Vercelli. Als Kammermusiker trat er in bedeutenden Konzertsälen wie dem Herkulessaal in München, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Musikverein und dem Wiener Konzerthaus, dem Mozarteum Salzburg, dem „Y“ in New York sowie bei renommierten Festivals in Salzburg, dem Carinthischen Sommer, der Schubertiade Feldkirch und dem Klangbogen Wien auf. Konzerttourneen führten ihn durch ganz Europa und Nordamerika. Edelmann war von 2007 bis 2019 Mitglied der Bratschen-Sektion des RSO Wien und ist seit September 2019 beim Wiener Symphonieorchester tätig. Von 2019 bis 2025 ist er Mitglied des Glière-Streichquartetts.

Nikolaj Leo Strauss, Klavier

Nikolaj Leo Strauss wurde in Friedrichshafen am Bodensee geboren und wuchs in einer Familie mit einer reichen musikalischen Tradition auf. Er widmete sich schon in jungen Jahren der Musik Chopins und verbrachte seine ersten Studienjahre in Polen, wo er bei Jerzy Sulikowski studierte. Sein erstes Klavierkonzert gab er mit 13 Jahren und unternahm mit 15 Jahren seine erste Konzerttournee in Polen. Er studierte am Conservatorio della Svizzera Italiana und an der Ferenc Liszt Akademie in Budapest in der Klasse von Kornel Zempleny. Sein größter künstlerischer Einfluss war jedoch sein Lehrer und Mentor Adam Harasiewicz in Salzburg und Warschau, der ihn drei Jahrzehnte lang künstlerisch prägte. Er besuchte Meisterkurse bei Kevin Kenner in Krynica-PL und bei Piotr Paleczny und Karl-Heinz Kämmerling im Rahmen der Holland Music Sessions. Er war auch ein Jahr lang Schüler von Eduard Mamajev, wo er in die russische Klavierschule eingeführt wurde. Die Konzertprogramme von Nikolaj Leo Strauss sind von der Romantik um Chopin geprägt, wenden sich aber auch regelmäßig der Klassik zu, insbesondere Haydn, Mozart und Schubert. Er widmet sich besonders weniger bekannten und seltener aufgeführten Werken, wie Chopins 1. Klaviersonate und Tschaikowskys 2. Klavierkonzert. Seine Klavierabende führten ihn in viele europäische Länder sowie nach Südamerika und Israel. Sein pianistischer Stil basiert auf Zuhören, bewusstem Einsatz von Tempo Rubato und einer Spielweise, die an frühere Zeiten erinnert. Er hat Kammermusik mit den Geigerinnen Dominika Falger und Mariarosaria d’Aprile aufgeführt und gibt regelmäßig Konzerte als Liedbegleiter. Nach seinem Debüt mit Chopins Rondeau à la Krakowiak mit 18 Jahren begann er regelmäßig als Solist mit Orchestern aufzutreten, wobei Chopins Klavierkonzerte im Mittelpunkt standen. 1999, zum 150. Todestag Chopins, stand er auf der UNESCO-Liste der Künstler, die das Chopin-Jahr repräsentieren. Neben der Klaviermusik beschäftigt sich Strauss seit seiner frühen Jugend mit Dirigieren und Chorleitung und erhielt seine wichtigsten Einflüsse von seinem Lehrer Georg Mais und seinem Mentor Boguslaw Dawidow. Er leitet seit 2001 kontinuierlich Chöre und war als Kantor für liturgischen und byzantinischen Gesang an orthodoxen Kathedralen in Budapest und Buenos Aires tätig. Er spricht fließend Englisch, Italienisch, Polnisch, Deutsch und Russisch und lebt in Lugano, im italienischsprachigen Teil der Schweiz, wo er derzeit eine große Gruppe von Studenten unterrichtet.

Erwin Klambauer, Flöte

Erwin Klambauer wurde in Ottensheim, Oberösterreich, geboren. Er studierte zunächst Flöte und Klavier an der Anton Bruckner Universität in Linz und setzte anschließend sein Flötestudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Wolfgang Schulz fort. Erwin Klambauer erhielt wichtige künstlerische Impulse als Soloflötist unter anderem beim Gustav Mahler Jugendorchester, beim Jugendorchester eines vereinten Europas und bei der Camerata Salzburg. Nach einem Engagement im Bühnenorchester der Österreichischen Bundesheerstheater war er von 1993 bis 2013 Soloflötist des ORF Radio-Sinfonieorchesters Wien. Erwin Klambauer tritt als Solist mit verschiedenen Orchestern und Ensembles im In- und Ausland auf; sein Repertoire reicht von Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Zahlreiche CD-Aufnahmen sowie Radio- und Fernsehaufnahmen dokumentieren seine solistische Tätigkeit. Er arbeitet regelmäßig mit dem Pianisten Reinhold Puri-Jobi, dem Ensemble Kontrapunkte, dem Ensemble „die reihe“ und dem Flötenensemble „Halil“ zusammen. Erwin Klambauer unterrichtete von 2004 bis 2008 eine Flötenklasse an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Seit 2008 ist er Professor für Flöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz/Institut Oberschützen. Seit 2014 ist Erwin Klambauer Soloflötist der Wiener Symphoniker.

Reinhard Wieser, Klarinette

​​Reinhard Wieser studierte Klarinette an der Musikakademie Wien bei Prof. Alfred Prinz (Wiener Philharmoniker) und sammelte Erfahrungen in mehreren Jugendorchestern. 1985 wurde er als Soloklarinettist bei den Wiener Symphonikern engagiert. Er setzte sein Studium fort und schloss 1988 sein Studium an der Musikakademie Wien mit Auszeichnung ab. Es folgte ein intensives Studium der Kammermusik Mozarts für Blasinstrumente, das er 1991 mit dem Master of Arts abschloss. Neben seiner 35-jährigen Tätigkeit als Soloklarinettist im Orchester ist Reinhard Wieser Mitglied der Wiener Kammermusiker und des Johann-Strauss-Ensembles der Wiener Symphoniker. Mit ihnen hat er zahlreiche Aufnahmen gemacht und Tourneen unternommen, unter anderem nach Japan, Italien, Schweden, Finnland, Belgien, in die Schweiz und nach Deutschland. Weitere kammermusikalische Aktivitäten umfassen Konzerte bei Festivals und CD-Aufnahmen mit Künstlern wie Renaud Capucon, Philippe Jordan (Chefdirigent der Wiener Symphoniker), Rainer Honeck, Doris Adam, Karin Adam, Thomas Christian, Thomas A. Irnberger, Maria Prinz, Jasminka Stancul, Christopher Hinterhuber sowie mehreren Ensembles. Beispiele hierfür sind das Ensemble Kontrapunkte, das Altenberg Trio, das Gringolts Quartett, das Haydn Trio Wien, die Wiener Instrumental Solisten, das Ensemble Interclarinet und das Trio Clarin. Sinfonieorchester seit 2014. Mehrere Konzerte bei Festivals der renommierten ICA (International Clarinet Association) in Stockholm, Madrid und im Juli 2018 in Ostende runden seine Aktivitäten als Kammermusiker ab. Im Herbst 2020 wird Reinhard Wieser eine Konzertreihe in New York und Washington mit der Pianistin Maria Prinz geben. Darüber hinaus tritt Reinhard Wieser häufig als Solist auf, unter anderem mehrfach mit den Wiener Symphonikern, dem Wiener Konzertverein, dem Göttinger Symphonieorchester, dem Orchester Valencia sowie mit Dirigenten wie Adam Fischer, Georges Prétre, Rafael Frühbeck de Burgos, Bertrand de Billy, Yakov Kreizberg, Johannes Wildner, Claus Peter Flor, Milan Turkovic, Leopold Hager und Fabio Luisi. Er hat „Theme and Variations“ für Klarinette und Orchester von Jean Francaix (für Camerata Tokyo) und zuletzt das „Concertino“ für Violine und Klarinette von Vítězslava Kaprálová aufgenommen. Prof. Reinhard Wieser leitet seit 1996 seine Klasse an der MUK, der Musikuniversität der Stadt Wien, und seine Absolventen spielen und unterrichten in Orchestern (Wiener Philharmoniker, Radio-Symphonieorchester Wien) und Institutionen in ganz Österreich und international. Außerdem hält er regelmäßig Meisterkurse in Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien, Japan, Venezuela und den USA und ist als Jurymitglied bei Wettbewerben tätig.

Martin Rainer, Klarinette

Mag.art Martin Rainer BA wurde 1987 im Tiroler Außerfern (AUT) geboren. Seit 2019 ist er Senior Lecturer für Bassklarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Studium am Mozarteum Salzburg/Zweigstelle Innsbruck bei PD Mag. Maximilian Bauer sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Mag. Alexander Neubauer, Univ. Prof. Peter Schmidl und Prof. Johann Hindler. Konzertaktivitäten mit renommierten Orchestern, darunter die Wiener Symphoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Mozarteumorchester Salzburg, die Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, die Wiener Volksoper, das Orchester der Wiener Staatsoper/Wiener Philharmoniker. Mitglied des Holzbläserquintetts „Webern Wind Quintet“, des Ensembles „ViennEssence“ sowie aktive Kammermusiktätigkeit in verschiedenen Formationen. Kompositorisch tätig seit seiner Jugend. Seit 2016 Studium der Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Martin Lichtfuss und Prof. Michael Jarrell. Martin Rainer kann auf mehrere Uraufführungen und Aufführungen seiner Werke in renommierten Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein oder dem Wiener Konzerthaus zurückblicken.

Robert Gillinger, Fagott

Robert Gillinger (ehemals Buschek) studierte bei Milan Turkovic und Stepan Turnovsky in Wien. Von 1994 bis 2001 war er Mitglied des Brucknerorchesters Linz, seit 2001 ist er Mitglied der Wiener Symphoniker (stellvertretender 1., 2. und 3. Fagottist sowie Kontrafagottist) und hat eine Lehrtätigkeit an der Musikuniversität Wien inne. Robert Gillinger spielte in allen Wiener Opern- und Konzertorchestern, als Gast u. a. im Klangforum Wien, im Ensemble „Die Reihe“, im Ensemble Modern (Frankfurt) und im Ensemble Modern Orchestra. Er ist erster Fagottist der Wiener Kammerphilharmonie, des Wiener Concert-Verein und der Vienna Classical Players sowie Mitglied der Ensembles Elliott Carter Quintet, Triple Tongue Vienna, Ensemble 1080 und Ensemble Reconsil. Er arbeitet sowohl mit historischen als auch mit modernen Instrumenten (wie dem Contraforte). Als Solist trat er mit dem Webern Symphony Orchestra, dem Bruckner Orchester Linz, dem Wiener Concertverein, dem Barockensemble der Wiener Symphoniker und dem Ensemble Reconsil auf. Seine intensive Zusammenarbeit mit Komponisten führte zu zahlreichen Kompositionen für/mit Fagott und Kontrafagott. Neben zahlreichen Kammermusik- und Solostücken plant er, Fagott- und Kontrafagottkonzerte aufzuführen und aufzunehmen.

Johanna Bilgeri, Fagott


Johanna Bilgeri, geboren 2001 in Hittisau/Vorarlberg, erhielt ihren ersten Fagottunterricht im Alter von sechs Jahren bei Gilbert Hirtz. Von 2016 bis 2019 studierte sie am Landesmusik- und Kunstschule Vorarlberg bei Prof. Allen Smith und begann ihr Konzertstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Richard Galler. Bilgeri ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der Internationale Anton-Rubinstein-Wettbewerb und der mdw great talent award. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem von Dag Jensen, Simon van Holen, Matthias Rácz und Sophie Dervaux. Die Fagottistin ist besonders aktiv in der Kammermusik mit ihrem regelmäßigen Holzbläserquintett „V.Töne“, das das Halbfinale des ARD-Musikwettbewerbs erreichte und bei den Rheingau Musikfestspielen auftrat.

Matthias Kernstock, Trompete

Matthias Kernstock wurde 1992 in St. Pölten geboren. Seine ersten musikalischen Impulse erhielt er im Alter von fünf Jahren von seinem Großvater. Nach seiner Ausbildung an der Musikschule Wilhelmsburg bei Franz Griesler und Privatunterricht bei Franz Wallner wechselte er im Alter von 15 Jahren zu Prof. Josef Pomberger an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ab 2012 studierte er bei Johann Plank an der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien (MUK). Nach zwei Jahren Unterricht setzte er sein Studium bei Roman Rindberger, ebenfalls an der MUK, fort. Während dieser Zeit gewann er die Aufnahmeprüfung für die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und war auch einige Zeit beim NDR Elbphilharmonie Orchester engagiert. 2016 schloss er sein Bachelorstudium an der MUK ab, gefolgt von einem Masterstudium bei Peter Fliecher. Im Dezember 2017 gewann Kernstock die Ausschreibung für die Stelle des Solotrompeters der Wiener Symphoniker. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker gibt Kernstock regelmäßig Meisterkurse, unter anderem am Zentralkonservatorium für Musik in Peking, am Conservatorio Superior de Musica in Zaragoza, an der Musikhochschule Lübeck oder an der Schagerl Brass Academy. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er außerdem Mitglied des Wien Berlin Brass Quintetts, das regelmäßig in Japan auf Tournee ist. Kernstock spielt Trompeten der Firma Schagerl in Mank (Niederösterreich) und ist aufgrund seines Interesses am Instrumentenbau an der Weiterentwicklung und Qualitätskontrolle der Instrumente beteiligt.

Markus Obmann, Horn

Markus Obmann wurde 1981 in St. Veit an der Glan/Kärnten geboren. Im Alter von acht Jahren erhielt er seinen ersten Hornunterricht an der Musikschule Treibach-Althofen. Nachdem er mehrfach sehr erfolgreich am Jugendmusikwettbewerb „Prima la musica“ teilgenommen hatte, studierte er ab Oktober 2000 in der Hornklasse von Roland Berger und Thomas Jöbstl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 2005 ist Markus Obmann als Hornist Mitglied der Wiener Symphoniker. Außerdem ist er regelmäßiger Gast bei den Wiener Philharmonikern und der Wiener Staatsoper. Darüber hinaus tritt er regelmäßig mit verschiedenen Kammermusikformationen und Ensembles (Wiener Art Orchestra, Austrian Brass Connection, Wiener Concertverein etc.) im In- und Ausland auf. Seit 2006 ist er ständiges Mitglied der Vienna Horns, einem einzigartigen Ensemble, das sich aus den führenden Hornisten österreichischer Orchester zusammensetzt. Alle Mitglieder spielen ausschließlich auf dem Wiener Horn in F, das maßgeblich für den unverwechselbaren Wiener Klang verantwortlich ist. Nach Abschluss seines Konzertdiploms mit Auszeichnung wurde Markus Obmann im März 2009 zum Assistenten der Hornklasse von Thomas Jöbstl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ernannt.

Nikolaus Singhania, Posaune

Nikolaus Singhania wurde 1994 in Weissenbach an der Triesting, Österreich, geboren. Er begann 1998 an der Musikschule Triestingtal mit dem Geigenunterricht und lernte später unter Eva Schanznig auch Viola. 2004 entdeckte er die Posaune, die er zunächst bei Dieter Schickbichler und später bei Stefan Thurner an der Musikschule Triestingtal erlernte. Im Jahr 2010 wechselte er zu Prof. Otmar Gaiswinkler (Wiener Symphoniker) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ab 2013 nahm er außerdem Unterricht in Bassposaune bei Mark Gaal (Wiener Philharmoniker) und Christian Poitinger (Wiener Volksoper) und ab 2017 bei Dietmar Küblböck (Wiener Philharmoniker). Im Jahr 2021 schloss er sein Studium an der MDW mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2014 wurde Nikolaus Singhania zweimal beim Internationalen Wettbewerb des Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau ausgezeichnet. Seine Tätigkeit als Aushilfsmusiker führte ihn zum Wiener Symphonieorchester, zur NDR Radiophilharmonie Hannover, zum Orchester der Wiener Staatsoper, zum Wiener Philharmonischen Orchester, zum RSO Wien, zum Orchester der Wiener Volksoper, zum Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, zum Klangforum Wien und zu vielen anderen. Von 2016 bis 2020 war Nikolaus Singhania Lehrer für tiefe Blechblasinstrumente an der Musikschule Bad Fischau-Brunn und Dirigent der dortigen Marktmusikkapelle. Im Jahr 2019 hatte er einen befristeten Vertrag beim Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, 2020 beim Orchester der Wiener Staatsoper und in der Saison 2020/21 beim Bruckner Orchester Linz. In der folgenden Saison war er als Soloposaunist beim Carinthischen Sinfonieorchester/Stadttheater Klagenfurt engagiert. Ab Herbst 2022 war Nikolaus Singhania Soloposaunist beim Bruckner Orchester Linz und seit Herbst 2023 ist er stellvertretender Soloposaunist bei den Wiener Symphonikern.

Franz Winkler, Tuba

Matthias Kernstock wurde 1992 in St. Pölten geboren. Seine ersten musikalischen Impulse erhielt er im Alter von fünf Jahren von seinem Großvater. Nach seiner Ausbildung an der Musikschule Wilhelmsburg bei Franz Griesler und Privatunterricht bei Franz Wallner wechselte er im Alter von 15 Jahren zu Prof. Josef Pomberger an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ab 2012 studierte er bei Johann Plank an der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien (MUK). Nach zwei Jahren Unterricht setzte er sein Studium bei Roman Rindberger, ebenfalls an der MUK, fort. Während dieser Zeit gewann er die Aufnahmeprüfung für die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und war auch einige Zeit beim NDR Elbphilharmonie Orchester engagiert. 2016 schloss er sein Bachelorstudium an der MUK ab, gefolgt von einem Masterstudium bei Peter Fliecher. Im Dezember 2017 gewann Kernstock die Ausschreibung für die Stelle des Solotrompeters der Wiener Symphoniker. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker gibt Kernstock regelmäßig Meisterkurse, unter anderem am Zentralkonservatorium für Musik in Peking, am Conservatorio Superior de Musica in Zaragoza, an der Musikhochschule Lübeck oder an der Schagerl Brass Academy. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er außerdem Mitglied des Wien Berlin Brass Quintetts, das regelmäßig in Japan auf Tournee ist. Kernstock spielt Trompeten der Firma Schagerl in Mank (Niederösterreich) und ist aufgrund seines Interesses am Instrumentenbau an der Weiterentwicklung und Qualitätskontrolle der Instrumente beteiligt.

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